Bevor ein Haus gebaut wird, steht dort: Erde. Vielleicht Acker. Vielleicht Brachland. Vielleicht ein stiller Ort, den niemand je betreten hat.
Doch jeder Boden erinnert sich. Er weiß, wer auf ihm ging. Er trägt die Jahresringe der Städte, die kommen und vergehen. Er schweigt zu dem, was verborgen liegt, aber offenbart sich dem, der hinhört.
Ich betrete das Grundstück wie ein Leser das erste Kapitel. Vor mir: ein Flurstück – mit Wiese vorne, Acker mittig, Teich im Schatten. Jede Wurzel, jede Kante, jeder Grenzstein spricht. Und ich schreibe auf, was ich verstehe: Nicht nur, was bebaut werden darf – sondern was dort sein darf.